Freitag, 24.09.

Sonntag, 19.09.

Toni Tortellini - Sitcom - Digitale Kunst im Lockdown
📣 19.09. 19:00: ROXY: Inspiriert von den Stream-Shows aus dem Hoftheater kamen Ariane Müller und Uli Boettcher im Sommer 2020 auf die Idee eine Live-Sitcom zu produzieren. Unterstützt von einem Crowdfunding der Fans sollte im Februar vor Publikum aufgezeichnet werden. Aufgrund des 2. Lockdowns musste das Publikum leider draußen bleiben, dafür hatten aber plötzlich die besten Komiker*innen des Landes Zeit. Und so konnte eine kleine Truppe im Quarantäne-Lager des leerstehenden Hoftheater Baienfurt Innerhalb einer Woche im März 6 Folgen abdrehen. Ganz ohne lachendes Publikum musste nun aber ein kompletter Soundtrack in monatelanger Studioarbeit im Werkall Ulm produziert werden. Das Genre hat sich nun zur einer sehr musikalischen Comedy Soap gewandelt, und bereits zwei Singles des Soundtracks wurden noch im Lockdown veröffentlicht: Toni Tortellini Theme - Roland Baisch feat. The Müller Sisters Oben ohne in der Zone - Jäcky feat. Suchtpotenzial Handlung: Der weltberühmte Jongleur Toni Tortellini kommt nach 25 Jahren aus Las Vegas zurück in sein Heimatdorf. Er möchte den Lockdown in der alten Heimat verbringen. Doch dort ist nichts, wie er es erwartet. In der Wohnung seiner Mutter empfängt ihn seine seltsame Jugendfreundin Edeltraut, oben wohnt Jäcky, die immer zum Duschen runterkommt, das ganze Haus ist total marode und Justins Kneipe im Erdgeschoss hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Dann taucht noch seine Ex-Frau Ginger mit dem gemeinsamen Sohn Brüno auf. Bald stellen sich Toni viele Fragen: Warum fährt der Hausmeister einen Porsche, wer ist Rainer Schäufele, was will der Zauberer Bruno Brasiliani? Und wo zum Teufel ist seine Mutter? Pasta Production proudly presents Toni Tortellini, eine Comedy Soap mit Uli Boettcher, Julia Gamez Martin, Brian Lausund, Dagmar Schönleber, Roland Baisch, Patrizia Moresco, Pablo Konrad, Heinrich Del Core, Helge Thun Drehbuch, Regie, Musik: Ariane Müller Schnitt: Andreas Schneider, Herrengedeck Filme Postproduction Sound Mix, Music Production: Daniel Konold Werkall Studio Ulm Am 19.9. werden alle 6 Folgen Toni Tortellini gezeigt! Aber wir lassen euch mit diesem Werk nicht allein. Betreutes Binge-Watchen ist der Plan! Es werden Julia Gamez Martin und Ariane Müller, bekannt als Popgruppe SUCHTPOTENZIAL vor Ort sein und den Abend dramaturgisch begleiten. Ja, vielleicht werden sie sogar ein Lied zum Besten geben. Und zur Beruhigung: Die Bar ist geöffnet. *** Die Veranstaltungsreihe "Digitale Kunst im Lockdown" wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. Der Ulmer Kultursommer ist eine Initiative der Kulturabteilung der Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit der Ulmer Kulturszene. Die einzelnen Programmpunkte werden von Gleis 44, ROXY Ulm oder HfG Archiv veranstaltet. Alle Beteiligten bedanken sich bei den Stadtwerke Ulm / Neu-Ulm und bei der Kulturstiftung des Bundes für die freundliche Unterstützung Tickets, Eintrittskarten und Karten Online Vorverkauf: www.reservix.de. - Kleinkunst, Kabarett, Comedy & Performance
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Montag, 20.09.

Dienstag, 21.09.

Mittwoch, 22.09.

Donnerstag, 23.09.

Freitag, 24.09.

Samstag, 25.09.

Max Prosa
📣 25.09. 20:00: Pfleghof Langenau: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Mit diesem alten weisen Satz beginnt „Grüße aus der Flut“, das sechste Album des Berliner Singer-Songwriters Max Prosa. Mit rauer Wärme ruft er sein Credo in die Welt hinaus. Luft und Liebe, Lyrik und Musik sind für den Künstler nicht bloß nette Flausen, sondern existenziell. Erst recht in diesen herausfordernden Tagen. „Wenn ich mir keine Zeit nehme Gitarre zu spielen, am Kla- vier zu sitzen oder in mein Notizbuch zu schreiben, merke ich das sofort. Ich kann dann nicht schlafen, fühle mich fremd“, sagt Max Prosa. Poesie ist stete Suche. Und wo das Dasein abgründig schillert, findet Max Prosa eine ganz eigene Schönheit und Leichtigkeit. Mit seinen neuen Songs sendet er Botschaften aus der wogenden Seele, aus einer tosenden Zeit und aus umstürmten Ländern. „Grüße aus der Flut“ eben. Manche der zehn Lieder sind vor Corona entstanden, andere mitten im Eindruck der Pandemie. Und dann gibt es eine Nummer wie „Donnerschlag“. Vor einem Jahr fürs Theater geschrieben, verdichtet der Song doch exakt die Stimmung, in der wir seit diesem Frühjahr leben: Die Menschen stecken in ihren Gewohnheiten und brauchen erst einen mächtigen Knall, bis sie einander wieder zuhören. „So ein Einschnitt gibt immer Raum für Veränderungen. Auch mein Schreiben hat sich durch die Pandemie verändert, denn das Thema war wirklich präsent, fast schon ein Lebensgefühl. Überall auf den Straßen sprachen die Leute darüber, alle dachten an das Gleiche.“ Wie ein apokalyptisches Märchen ertönt dieser „Donnerschlag“. Zu Beginn ein sachte akzentuiertes Piano. Dann flirrt etwas elektronisch Verfremdetes hinein. Die Gitarre bleibt jedoch Herzstück in Max Prosas Schaffen. Ein Instrument für die Reise: 1989 geboren, als Wendekind in Berlin. Die Mutter konstant, die Väter wechselnd. Früh ging es hinaus. Abi mit 17 und dann auf nach Irland. Wilde Locken, kluger Kopf, freier Geist. Straßenmusik mit den Liedern Dylans. Das Geld im Hut zahlte die Unterkunft. Und die Freiheitsliebe setzte sich in jede Faser. Ganz so wie der spätromantische Taugenichts bei Eichendorff oder wie der Narr auf einer Tarotkarte. „Diese Figur habe ich nie ganz verloren. Je nach Perspektive stand sie mir vielleicht auch im Weg. Spätestens als ich Vater geworden bin, musste ich die Rollen öfters tauschen. Ich kann der Zielstrebigkeit auch viel abgewinnen, sie darf nur nicht mein Leben diktieren.“ Im brüchig tänzelnden Titelsong „Grüße aus der Flut“ schaut Max Prosa mit einer gewissen Gelassenheit auf sein Abenteuertum: „Oh, ich bin okay / ich hab zwei Schrammen mehr / eine tut noch weh / doch du kannst sicher sein, dass ich nicht untergeh‘“. Der offene Blick links und rechts des Wegesrands, die neugierigen Schlenker und auch die verbummelten Momente machen Max Prosa zu dem wahrhaftigen Geschichtenerzähler, der er ist. Zu einem, der den Alltag mit seiner Fantasie durchkreuzt und uns so sensibilisiert für alles, was jenseits des bloßen Funktionierens liegt. Max Prosa hat Physik, Philosophie und Popmusik studiert. Und über die Liebe zu anderen Musikern hat er seine eigene Stimme gefunden. Leonard Cohen höchstselbst dankte ihm für die deutschsprachige Interpretation des Überhits „Hallelujah“. Und Ton Steine Scherben-Gitarrist R.P.S. Lanrue ist auf Max Prosas fünftem Album „Mit anderen Augen“ zu hören. Die Kunst schreibt sich fort. Von Generation zu Generation. Als jemand meinte, jedem kreativen Menschen stehe nur eine Ausdrucksform zu, hat Max Prosa einfach nicht hingehört. 2018 erschien sein erster Textband „Im Stillen“ mit Lyrik, Liedern und Erzählungen, 2020 folgte ein weiteres Gedichtbuch. 2019 wiederum schrieb er mit „Die Reise des lausigen Kapitän“ sein erstes Theaterstück, in dem er auch selbst mitspielte. Und aktuell ist er Stipendiat des Musicboards Berlin und der Deutschen Oper, um 2021 einen Abend zu Wagners „Ring des Nibelungen“ zu inszenieren. Die Bühne inspiriert den Sound, der wiederum die Worte bewegt. Alles ist mit allem verbunden. Und alles ist doch eine Sprache für sich. „Theater zu schreiben ist deswegen so erfrischend, weil die Texte und Lieder mit bestimmten fiktiven Figuren in Verbindung gebracht werden, nicht vorrangig mit mir als Max Prosa. Ich kann das Songwriter-Ich hinter mir lassen. Das lässt ganz andere Untiefen zu.“ Unabhängigkeit ist die Triebfeder seines Schaffens. Vom Do-It-Yourself-Prinzip zum Majorlabel und zurück: Max Prosa bewegt sich mit seinem vielseitigen Output mittler- weile genau dort, wo er sein möchte, nämlich himmelhochjauchzend unterm Radar. Mit seinen Fans verbindet sich der Künstler auf ganz verschiedenen Ebenen. So verschickt er seit 2015 ein monatliches Gedichtabo an mehr als 300 Leserinnen und Leser. „Oft erhalte ich Nachrichten, wie verrückt es ist, dass das Gedicht wie die Faust aufs Auge gepasst hat. Es liegt eine Magie darin.“ Einer der neuen Song ist ebenfalls durch den Austausch mit einem Unterstützer entstanden: Der wünschte sich beim Crowdfunding für das Album ein Lied, um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten. So schrieb Max Prosa die Pianoballade „Von Engel zu Engel“, in der die Erinnerung an einen gestorbenen Menschen als tröstlicher Nachhall fortbesteht. „Als ich ihm die erste Aufnahme ins Handy gespielt habe, ist er zu ihrem Grab gegangen und hat sie dort abgespielt. Das hat mich sehr tief berührt.“ Max Prosas Songs senden Grüße aus ganz unterschiedlichen Fluten. Den privaten wie den politischen. „Buntes Papier“ ist eine fantastische Kapitalismuskritik, die auf Byung-Chul Hans Philosophie-Bestseller „Psychopolitik“ basiert. „Am Ende dieser Nacht“ zelebriert mit sanfter Überwältigung die verwandelnde Macht der Liebe. Und in „Lilly sagt“ entspinnt sich ein hintersinniger Dialog zwischen Max Prosa und Francesco Wilking von der Popband „Die Höchste Eisenbahn“. Beide erzählen sie von einer dieser grandios komplizierten Großstadtfrauen, an denen bereits so manches Herzen zerschellt ist. „Francesco und ich haben etwas Gegensätzliches. Er ist eine Generation über mir, hat aber einen sehr jugendlichen und freien Duktus, für den ich ihn bewundere. Wenn wir zusammen spielen, komme ich mir manchmal alt vor.“ „Grüße aus der Flut“ ist ein Werk, das sich aus der Isolation heraus immer weiter geöffnet hat. „Die Corona-Zeit hat bewirkt, dass ich viel mit mir alleine war. Ich musste dadurch auch alleine arrangieren und habe mich plötzlich erinnert, das so auch alles angefangen hat.“ Ein besonderes Gefühl von zeitlicher Weite, in der Max Prosa die Visionen für seine Lieder detailliert ausformulieren konnte. „Es wurde dadurch auch für andere Musiker leichter, etwas daraus zu machen.“ Max Prosa hat derzeit keine feste Band, aber passionierte Kollaborateure. Viele der Klaviersongs hat Pianist Sascha Stiehler eingespielt. Am Bass ist Philipp Gosch zu hören („Alpentines“). Und die Schlagzeugparts übernahm Pascal El Sauaf, der das Album auch produziert hat – im atmosphärischen Studio Nord in Bremen. Tickets, Eintrittskarten und Karten Online Vorverkauf: www.reservix.de. - Musik
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Reinhold Messner live "Nanga Parbat - mein Schicksalsberg"
📣 25.09. 20:00: Congress Centrum : Reinhold Messner „Nanga Parbat – mein Schicksalsberg“ Bei kaum einem anderen Berg liegen Ruhm und Tragödie so nah beieinander wie beim 8.125 m hohen Nanga Parbat. Reinhold Messner vereint dabei beides wie kein Anderer. Untermalt mit nie gesehenen Bildern und Filmen spannt Messner bei seinem Live-Vortrag den Bogen von all den Alpinisten, die am Nanga Parbat Geschichte geschrieben haben bis zu seiner eigenen bewegenden und spannenden Geschichte. Er berichtet von Albert Mummery dem besten Bergsteiger seiner Zeit, der 1895 beim Übergang von der Diamir- zur Rakhiot-Seite verschwindet, vom unvergessenen Willo Welzenbach, „Eispapst“ genannt, der 1934 – zuletzt ausgegrenzt – mit acht Männern im Schneesturm stirbt; von Hermann Buhl, der 1953 gegen den Befehl des Expeditionsleiters allein und als Erster den Gipfel erreicht – eine Sternstunde des Alpinismus! Wie gut 50 Jahre später, als Steve House die Rupalwand direkt in Zweierseilschaft meistert. Zum Schluss erzählt er von seiner eigenen schicksalhaften Expedition von 1970, die sein Leben bis heute geprägt hat. Nach der erfolgreichen Durchsteigung der höchsten Steilwand der Erde – der Rupalwand, durch die Brüder Messner kommt es im Abstieg zur Tragödie. Höhenkrank geworden, kann Günther nicht zurück ins Biwak. Ein Absturz wäre gewiss. Also führt Reinhold ihn durch die 4000 Meter hohe Diamir-Flanke trotz Lawinengefahr, Weglosigkeit und Verzweiflung bis zum Wandfuß, wo eine Eislawine Günther begräbt, während Reinhold voraus ist, um nach einem Ausweg aus der Gefahrenzone zu suchen. Nachdem er seinen Bruder nicht finden kann, schleppt er sich tagelang talwärts; mit erfrorenen Händen und Füßen, ohne Nahrung in einer menschenleeren Gegend. Dem Tode näher als dem Leben stößt er, dank dreier Holzfäller die ihn talwärts tragen, auf seine Expeditionsmannschaft, die auf dem Heimweg ist. Acht Jahre später gelingt ihm mit dem ersten Alleingang eines Achttausenders an der Diamir-Wand die Glanzleistung seines Lebens. Obwohl ein Erdbeben den Berg erschüttert und anschließend ein Wettersturz den Solo-Gänger 48 Stunden in der Todeszone festhält. Nach der Hölle hat er damit den Himmel auf seinem persönlichen Schicksalsberg berührt. Über den Referenten: Reinhold Messner wurde 1944 in Südtirol/Italien geboren. Schon als Fünfjähriger begann er mit dem Bergsteigen und hat seit 1969 mehr als hundert Reisen in die Gebirge und Wüsten dieser Erde unternommen. Dabei gelangen ihm viele Erstbegehungen, die Besteigung aller 14 Achttausender und eine Längsdurchquerung Grönlands. Im Gegensatz zu modernen Abenteuer-Darstellern war Reinhold Messner nie um Rekorde bemüht, ihm geht es um das Ausgesetztsein in möglichst unberührten Naturlandschaften und das Unterwegssein mit einem Minimum an Ausrüstung. Er hielt Vorträge in ganz Europa, den USA, Japan, Australien, Südamerika, drehte Dokumentarfilme und veröffentlichte Artikel, u.a. in »Stern«, »Spiegel«, »GEO«, »Epoca«, »Espresso«, »National Geographic«. Seine Buchveröffentlichungen wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Tickets, Eintrittskarten und Karten Online Vorverkauf: www.reservix.de. - Vorträge, Führungen, Kurse & Seminare
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Sonntag, 26.09.


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